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Was heißt das für Anlagenbetreiber?

Zum 1. Februar 2026 ist die Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen erneut leicht gesunken. Wer seinen Solarstrom überwiegend ins Netz einspeist, erhält dann etwas weniger Vergütung pro Kilowattstunde; für bestehende Anlagen ändert sich weiterhin nichts.

Neue Vergütungssätze ab 2026

Die Einspeisevergütung ist das zentrale Förderinstrument für Solarstrom aus Dachanlagen und liegt aktuell (Teileinspeisung bis 10 kWp) bei 7,86 Cent pro Kilowattstunde. Zum 1. Februar 2026 soll dieser Wert auf 7,78 Cent sinken, zum 1. August 2026 ist eine weitere Absenkung auf 7,70 Cent vorgesehen.

Für größere Anlagen und für Volleinspeiser sind eigene Stufen geplant. Bei Teileinspeisung bewegen sich die Vergütungen ab Februar 2026 voraussichtlich zwischen 5,50 und 7,78 Cent je nach Anlagengröße, bei Volleinspeisung zwischen 10,35 und 12,34 Cent pro Kilowattstunde.

Kaum finanzielle Auswirkungen für typische Eigenheime

Für typische Einfamilienhausanlagen mit etwa 4 kWp, die überwiegend einspeisen, bedeuten die geplanten Absenkungen nur sehr geringe finanzielle Einbußen. Die Senkung von 7,86 auf 7,78 Cent pro Kilowattstunde würde sich nur im Bereich weniger Euro pro Jahr bemerkbar machen.

Je höher der Eigenverbrauch, desto weniger ins Gewicht fallen diese Anpassungen. Bei einer Eigenverbrauchsrate von etwa 60 Prozent bewegen sich die Einbußen nur im niedrigen einstelligen Eurobereich pro Jahr; bei sehr hohem Eigenverbrauch, etwa mit Elektroauto, noch darunter.

Bestandsschutz für laufende Anlagen

Die neuen Vergütungssätze sollen ausschließlich für Anlagen gelten, die ab Februar 2026 in Betrieb gehen. Für bestehende Photovoltaikanlagen bleibt die zugesicherte Einspeisevergütung für 20 Jahre ab Inbetriebnahme unverändert bestehen.

Seit 2025 gilt zusätzlich: Wenn der Börsenstrompreis zeitweise ins Negative rutscht, kann die Einspeisevergütung vorübergehend ausgesetzt werden. Diese Zeiträume sollen Betreibern jedoch gutgeschrieben und am Ende an den 20‑jährigen Förderzeitraum angehängt werden.

Warum die Einspeisevergütung langfristig auslaufen soll

Die kontinuierliche Senkung der Einspeisevergütung ist politisch gewollt, weil Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren deutlich günstiger geworden sind und zunehmend auch ohne hohe Förderung wirtschaftlich betrieben werden können. Gleichzeitig sollen so die Kosten im Fördersystem begrenzt und der Ausbau stärker marktnah gesteuert werden.

Fachleute erwarten, dass die Einspeisevergütung für neue Anlagen perspektivisch ganz entfallen könnte. Eine sehr hohe Vergütung setzt den Fokus auf maximale Einspeisung, belastet die öffentlichen Netze und macht teure Netzausbauten nötig, während ein stärkerer Fokus auf Eigenverbrauch und lokale Speicherung die Netze entlastet und Infrastrukturkosten senkt.

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